Schwerkraftmaschine Deesser

  • 07.03.2017
  • Michael Krusch
  • Artikel
  • Schwerkraftmaschine

Teil 11 der Serie über die Kompressions-Modi der Schwerkraftmaschine

Zischlaute im Gesang können im Ohr wehtun und jeden noch so guten Song zur Qual machen.
Meist entstehen sie durch falsche Gesangstechnik. Es gibt aber auch Mikrofone, die besonders anfällig dafür sind.
Aber egal wie sie entstehen - sie nerven.

Wie bekommt man sie weg

Nicht immer ist es eine Option, den Sänger die Stelle noch mal singen zu lassen.

Der optimale Weg ist es, im Audioeditor alle problematischen Stellen durchzugehen und die Zischlaute per Hand abzusenken.
Leider ist das auch der aufwendigste.

Ansonsten können Deesser helfen.
Sie analysieren das Audiosignal und senken den Pegel ab, wenn sie einen Zischlaut erkennen. Zur Erkennung hören sie in einem bestimmten Frequenzbereich, der typisch für die Zischlaute ist.
Dann wird entweder das gesamte Signal abgesenkt oder nur ein bestimmter Frequenzbereich.

Die breitbandige Absenkung hat den Vorteil, dass der Klang des Signals nicht verändert wird. Die frequenzselektive Absenkung verändert zwar den Klang, lässt aber zur Zeit der Absenkung den Rest des Signals unverändert.

Wie es die Schwerkraftmaschine macht

Da die Schwerkraftmaschine nicht mit Filtern im Signalweg ausgestattet ist, senkt sie bei der Erkennung von Zischlauten das Audiosignal breitbandig ab.
Das Side-Filter-Poti dient als Frequenzregler für die Zischlauterkennung.
Die Beschriftung am Regler hat keine Bedeutung.
Das Poti überstreicht von Links nach Rechts einen Frequenzbereich von 500 Hz bis 10 kHz.


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