Schwerkraftmaschine Vocal Leveler

  • 23.01.2017
  • Michael Krusch
  • Artikel
  • Schwerkraftmaschine

Teil 6 der Serie über die Kompressions-Modi der Schwerkraftmaschine

Diesem Mode liegt unser erfolgreicher Vari Tube Recording Channel zu Grunde.

Für den Kompressor des VTRC hatten wir uns etwas besonderes ausgedacht.
Er sollte mit nur einem Regler bedienbar sein und sich allen typischen Soloinstrumenten insbesondere der Stimme anpassen.

Dabei steht man vor einem Dilemma:
Wählt man das Timing des Kompressors kurz, reagiert er zwar schnell auf jegliche Änderungen, insbesondere Explosivlaute. Leider geht dabei auch die Mikrodynamik der Stimme flöten. Das Signal wird eng und zusammengepresst.

Wählt man nun das Timing langsam, um die Luftigkeit zu behalten, neigt der Kompressor leichter zum Pumpen. Signalspitzen können ihn runterregeln und er erholt sich mit höhrbarem Regelverhalten.

Um die Vorteile aus beiden Verhalten zu behalten und die Nachteile zu vermeiden, verfügt der Vocal Leveler über zwei getrennte Regelkreise.

Einen langsamen, der längere Pegeländerungen ausgleicht, ähnlich, wie wenn man es mit der Automation der DAW tun würde.
Und einem schnellen, der kurze Pegelspitzen abfangen kann.
Der aber auch nach der Pegelspitze schnell wieder runterregelt.

Am Ende sitzt eine Komperatorschaltung, die die Steuerspannung beider Regelkreise vergleicht und die höhere von beiden an den Kompressor weitergibt.

Dadurch kann der Kompressor den Pegel relativ konstant halten, auf eine Spitze zuwischendurch kurz reagieren und hinterher an der alten Stelle weitermachen.
Das Ergebnis ist ein Solosignal, das seine Mikrodynamik behält, einen ausgeglichenen Durchschnittspegel hat und sich im Mix gut durchsetzt, ohne totkomprimiert zu wirken.
Wenn man die Gesangsspur solo hört, denkt man, sie ist gar nicht komprimiert. Wenn sie dann aber im Mix gut funktioniert und gut hörbar ist, ohne dass man sie laut aufdrehen muß, dann merkt man, wie gut der Kompressor gearbeitet hat.

Durch die Kompressoren wird das Signal auf gleichen Pegel gebracht und verdichtet, ohne dass es totkomprimiert wird. Die Mikrodynamik bleibt erhalten.
Bewege den Slider für einen Vorher-/Nachher-Vergleich.


Zusätzlich zur Kompression kommt natürlich noch der weiche, runde, "vergoldende" Grundklang der Röhren und Übertrager der Schwerkraftmaschine hinzu.

Auch wenn dieses Programm mit Vocals im Hinterkopf entwickelt wurde, funktioniert es genauso gut auch auch anderen Solospuren, wie E-Gitarre, Bass, Violine, Blasinstrumenten.
Einfach mal ausprobieren.


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